Donnerstag, 28. April 2011

Sex-Verbrechen und -Vergehen in der Kirche

Was wäre aus Kirchenkreisen wohl für ein Aufschrei gekommen, wenn auch nur ein einziger der hier nachfolgend dokumentierten Sachverhalte nicht - wie geschehen - innerhalb der Kirche, sondern innerhalb von Gemeinschaften außerhalb der Kirche vorgefallen wäre? Dabei sind dies nur vereinzelte Berichte aus einer unübersehbaren Menge. Allein in den USA wurden bis 2007 bereits 4.392 katholische Priester des sexuellen Missbrauchs von Kindern angeklagt (siehe http://app.bishop-accountability.org/member/index.jsp). Und dies, obwohl alle Beteiligten vom Kirchenrecht her der Geheimhaltungspflicht unterstehen. Der vertuschende kirchliche Umgang mit Verbrechen und Vergehen in den eigenen Reihen ist dabei die eine Seite. Die andere Seite ist der kirchliche Umgang mit oft nur vermeintlichen Missständen in Gemeinschaften, die von der Kirche kritisiert werden. Dabei bewahrheitet sich das Jesuswort über die Theologen: „Weh Euch, Ihr Schriftgelehrten! Die Mücken siebt ihr aus, die Kamele jedoch verschluckt ihr!“ (Matthäusevangelium 23, 24) Aufgrund der Fülle des Materials kann nur auf einen kleinen Ausschnitt der Verbrechen, Skandale und Tragödien hingewiesen werden. 
Ein winziger kleiner Ausschnitt, die Spitze des Eisbergs ... Eine Momentaufnahme zu Beginn des 21. Jahrhunderts.

Missbrauch oder Vergewaltigung

Als Vergewaltigung werden bestimmte strafbare sexuelle Übergriffe bezeichnet, denen Personen gegen ihren Willen ausgesetzt sind.

Das Substantiv Missbrauch ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt. Das zugrundeliegende Verb mit der Bedeutung falsch oder böse gebrauchen findet sich bereits im Althochdeutschen. In den entwickelten Ländern steht im 21. Jahrhundert der Begriff aufgrund vieler aktueller Vorfälle gleichsam synonym für sexueller Missbrauch.


Sexueller Missbrauch bezeichnet unter Strafe gestellte sexuelle Handlungen an Menschen. In der Sozialwissenschaft wird der Begriff oft auf Handlungen ausgedehnt, die nicht strafbar sind, aber moralisch verurteilt werden. Psychologisch wird als Missbrauch verstanden, wenn eine Handlung das Opfer in seiner sexuellen Integrität verletzt und ihm psychischen Schaden zufügt. Die Ebenen juristischer, sittenmoralischer und psychologischer Bewertung müssen dabei nicht zwangsläufig übereinstimmen, sondern können sich im Einzelfall auch widersprechen.

In der sozialwissenschaftlichen Literatur, in Bereichen der Arbeit mit den Opfern, auch bezüglich Therapien sowie in psychologischen Zusammenhängen wird auch die Bezeichnung sexuelle Gewalt oder konkreter sexualisierte Gewalt benutzt. Der Begriff sexualisiert soll meinen, dass Gewaltaspekte nicht ihren Ursprung in der Sexualität haben, jedoch hier mittels sexueller Handlungen zum Ausdruck gebracht werden.
 
Sexueller Missbrauch wird in Deutschland als schwerwiegendes Verbrechen angesehen, das gilt insbesondere für den schweren sexuellen Missbrauch von Kindern, § 176a StGB.

Vatikan muss sich vor US-Gericht verantworten

Eine beispiellose richterliche Entscheidung fordert vom Vatikan, sich für die Vertuschungen sexuellen Missbrauchs durch Geistliche zu verantworten und dem Gericht entsprechende Dokumente vorzulegen. In einer Pressekonferenz erläuterten die Anwälte von „John V. Doe“ die sensationelle Entscheidung.
Quelle: hpd.de

Donnerstag, 21. April 2011

Turm von Babel

Um Nimrods Reich zu bauen hatten die Freimaurer keine besonders guten Materialien zur Verfügung. Im Land rund um Babel gab es keinen Steinbruch. Die Erbauer der Stadt mussten sich mit Ziegel begnügen (Schlamm und Lehm), die offenbar durch "Brennen" in Ziegelhöfen gehärtet wurde.


(1. Mose 11:1-4) . . .Die ganze Erde nun hatte weiterhin e i n e Sprache und einerlei Wortschatz. 2 Und es geschah, daß sie, als sie ostwärts zogen, schließlich eine Talebene im Land Schịnar entdeckten, und sie schlugen dort ihren Wohnsitz auf. 3 Und sie begannen zueinander zu sprechen: „Auf! Laßt uns Ziegelsteine machen und sie zu Backsteinen brennen.“ So diente ihnen der Ziegel als Stein, der Asphalt aber diente ihnen als Mörtel. 4 Nun sagten sie: „Auf! Laßt uns eine Stadt und auch einen Turm bauen mit seiner Spitze bis in die Himmel, und machen wir uns einen berühmten Namen, damit wir nicht über die ganze Erdoberfläche zerstreut werden.“
Es war klar das dieses Material nicht ewig halten würde. Ein Gebäude das aus Ziegeln bestand musste nach einer gewissen Zeit niedergerissen werden und neu aufgebaut werden, denn sonst würde das Gebäude irgendwann aufgrund des natürlichen Zerfalls seiner Baustoffe zusammenstürzen.

Man weiß aus historischen Funden, dass bei der Herstellung von Ziegelsteinen zuerst die Fremdkörper aus dem Schlamm oder Lehm entfernt wurden und dann vermischte man es mit klein gehacktes Stroh oder andere pflanzliche Materialien.

Sklavenarbeit
Ohne Sklavenarbeit konnte man ein solches Reich nicht am Leben erhalten. Der Zerfall ging schneller voran als das man es mit normalen Arbeitskräften hätte verhindern können. Sklaven wurden also durch die vielen Kriegszüge beschafft. In Ägypten wurden für die Arbeiten an den Pyramiden und den Palästen die Israeliten genutzt (2. Moses 5:7-19). Beim Auszug der Israeliten aus Ägypten hatte der Pharao einen beträchtlichen Verlust erlitten, da seine Pläne zum Bau seiner Pyramide und anderer Gebäude mächtig vereitelt wurden.

Woher stammten die Sklaven die man zum Bau des Turm von Babylon nutzte? Ein kleiner Teil stammte von Nimrods Kriegszügen, aber der größte Teil der Bauarbeiter waren keine Sklaven, jedenfalls nicht im eigentlichem Sinne. 1. Moses 11:4 lässt erkennen das Nimrod Propaganda einsetzte um sich "Freiwillige" für den Bau seines Reiches anzueignen.
Auf! Laßt uns eine Stadt und auch einen Turm bauen mit seiner Spitze bis in die Himmel, und machen wir uns einen berühmten Namen, damit wir nicht über die ganze Erdoberfläche zerstreut werden.
Im Grunde existieren die Reiche dieser Welt auch nur deshalb, weil sich die Menschen von der Propaganda beeinflussen lassen. Ohne Propaganda würde kein menschliches Reich bestehen können. Die menschlichen Regierungen beschaffen sich ihre "geistigen Sklaven" durch aufwendige Propaganda Kampagnen und subtile Werbung in Filmen und sonstigen Medien. Dieses System wird nur solange funktionieren, solange auch die Menschen sich von dieser Illusion dazu motivieren lassen es zu unterstützen. Wir leben in einer Konsumgesellschaft. Ohne Konsum wird dieses System nicht funktionieren. Was würde z.B. passieren wenn die Mehrheit Land kauft und sich größtenteils selbst mit Nahrung versorgen würde? Oder wenn die Mehrheit sich in Naturheilkunde auskennen würde und die meisten Krankheiten selbst behandelt ohne Gift von den Pharmakonzernen zu kaufen? Was würde passieren wenn die Eltern sich endlich Zeit für ihre Kinder nehmen, statt sie vor dem Fernseher und der Playstation zu setzen? Winzige Faktoren können zum Sturz eines gesamten Systems beitragen. Nur eines dieser vorhin erwähnten Szenarien würde zum Sturz des System führen ... eigentlich verwunderlich das es nicht schon längst passiert ist. Aber wen wundert es schon wenn man bedenkt wie viel Propaganda in dieses System betrieben wird. Die Frage ist doch nur, wann wachen wir alle endlich auf?

Die Zeit wird kommen in welcher keiner mehr bereit ist dieses System zu unterstützen. Die Elite dieser Welt weiß das diese Zeit kommen muss und verfolgt eine Agenda die sie "New World Order" nennen. Über dieses Thema werde ich noch in einem weiteren Artikel näher eingehen.

Sonntag, 17. April 2011

Dreißigjähriger Krieg

Der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 war ein Konflikt um die Hegemonie in Deutschland und Europa und zugleich ein Religionskrieg. In ihm entluden sich sowohl die Gegensätze zwischen der Katholischen Liga und der Protestantischen Union innerhalb des Heiligen Römischen Reiches als auch der habsburgisch-französische Gegensatz auf europäischer Ebene. Gemeinsam mit ihren jeweiligen Verbündeten im Reich trugen die habsburgischen Mächte Österreich und Spanien ihre dynastischen Interessenkonflikte mit Frankreich, den Niederlanden, Dänemark und Schweden aus.



Als Auslöser des Krieges gilt der Aufstand der böhmischen Stände und der Prager Fenstersturz vom 23. Mai 1618. Insgesamt folgten in den 30 Jahren von 1618 bis 1648 vier Konflikte aufeinander, die von der Geschichtswissenschaft nach den jeweiligen Gegnern des Kaisers und der Habsburger Mächte als Böhmisch-Pfälzischer, Dänisch-Niedersächsischer, Schwedischer und Schwedisch-Französischer Krieg bezeichnet wurden. Zwei Versuche den Konflikt zu beenden, der Friede von Lübeck 1629 und der Friede von Prag 1635 scheiterten daran, dass sie nicht die Interessen aller direkt oder indirekt Beteiligten berücksichtigt hatten. Dies gelang erst dem gesamteuropäischen Friedenskongress von Münster und Osnabrück 1641–1648. Am 24. Oktober 1648 endete der Krieg in Deutschland. Seine Feldzüge und Schlachten fanden überwiegend auf dem Gebiet des Heiligen Römischen Reiches statt.

Die Kriegshandlungen selbst, aber auch die durch sie verursachten Hungersnöte und Seuchen verheerten und entvölkerten ganze Landstriche. In Teilen Süddeutschlands etwa überlebte nur ein Drittel der Bevölkerung. Nach den wirtschaftlichen und sozialen Verheerungen benötigten einige vom Krieg betroffene Territorien mehr als ein Jahrhundert, um sich von dessen Folgen zu erholen.

Prager Fenstersturz

Mit Prager Fenstersturz werden drei bedeutsame Ereignisse der böhmischen Geschichte bzw. der europäischen Geschichte in Prag bezeichnet.

Fensterstürze, auch Defenestration genannt, kamen im Mittelalter und in der frühen Neuzeit mehrmals vor. Sie stellten eine Form der Gewalt dar, die zwischen Feme (oft mit vorangehender formeller „Verurteilung“ durch die Ausführenden), Gottesurteil und gemeinschaftlich begangenem Mord steht.


Der Konflikt der evangelischen Stände mit ihrem katholischen Landesherren, Kaiser Matthias, sowie dem von ihm 1617 durchgesetzten böhmischen König Ferdinand von Steiermark (1619 als Nachfolger Matthias' auch Kaiser) hatte sich immer mehr zugespitzt. Vordergründig ging es um die Verletzung der von Kaiser Rudolf II. im Majestätsbrief von 1609 zugestandenen Religionsfreiheit. Gleichzeitig stritten die Stände mit Matthias um die politische Macht in Böhmen (siehe Böhmischer Ständeaufstand).
 
Knapp 200 Vertreter der protestantischen Stände unter der Führung von Heinrich Matthias von Thurn zogen am 23. Mai 1618 auf die Prager Burg und warfen nach einer improvisierten Gerichtsverhandlung die in der Hofkanzlei anwesenden königlichen Statthalter Jaroslav Borsita Graf von Martinitz und Wilhelm Slavata aus einem Fenster etwa 17 Meter tief in den Burggraben. Anschließend warfen sie den Sekretär der böhmischen Hofkanzlei Philipp Fabrizius hinterher.

Hegemonie

Unter Hegemonie (von altgriechisch ἡγεμονία hēgemonía ‚Heerführung, Hegemonie, Oberbefehl‘; dieses von ἡγεμών hēgemṓn ‚Führer, Anführer‘) versteht man die Vorherrschaft oder Überlegenheit einer Institution, eines Staates, einer Organisation oder eines ähnlichen Akteurs in politischer, militärischer, wirtschaftlicher, religiöser und/oder kultureller Hinsicht. Gegenüber einem Hegemon (dem Machthaber in der Hegemonie) haben andere Akteure nur eingeschränkte Möglichkeiten, ihre eigenen Vorstellungen und Interessen praktisch durchzusetzen. Die theoretische/juristische Möglichkeit dazu mag zwar gegeben sein, doch die Umsetzung scheitert meist an den Einflussmöglichkeiten und der Übermacht des Hegemons.